Spanien – Killer-Paella

Flag_of_Spain.svgSpanien habe ich zu Anfang meines Studiums zusammen mit einem Kumpan bereist, auf dem Weg zu einer marokkanischen Freundin. Das ist jetzt gefühlt schon ein bis zwei Ewigkeiten her. Insofern ist meine Erinnerung etwas löchrig. Ein Erlebnis aber ist mir noch deutlich vor Augen, denn es hatte nicht nur Auswirkungen auf meinen Spanien-Urlaub, sondern auch auf die Weiterreise nach Marokko.

Der Weg nach Marokko führte über die spanische Hafenstadt Algeciras, von der einen Tag nach unserer Ankunft die Fähre ins marokkanische Tanger abfahren sollte. Zur Feier des Tages wollten mein Reisekumpan und ich uns eine schöne Paella gönnen. Nur schade, dass unsere Reisekasse nur eine mittelschöne Paella zuließ. Genauer gesagt einen gelb gefärbten Reisklumpen, der offensichtlich in eine Form gepresst und auf den Teller gestürzt worden war, um den Anschein von Seriosität zu erwecken. Geschmacklich ist mir davon nicht viel in Erinnerung geblieben.

Sehr lebhaft aber ist die Erinnerung an die folgende Nacht. Zwei Backpacker mit akuter Fischvergiftung und nur einer Toilette – das war ein bisschen wie die „Reise nach Jerusalem“ unter verschärften Bedingungen.

Die Überfahrt mit der Fähre war gnädigerweise nur kurz und die Toiletten zahlreich. Die Paella und ihre Auswirkungen begleiteten mich aber leider fast die komplette Reise über in Marokko.

Die Rückkehr nach Spanien verlief dann wesentlich erfreulicher. Meine erste Begegnung mit Tapas beispielsweise eröffnete mir neue kulinarische Horizonte – Essen musste nicht immer hoch getürmt auf einem Teller liegen, mit der Soße obendrauf. Sondern konnte auch in kleinen Schälchen zum Bier gereicht werden. Datteln mit Speck. Oktopus in eigener Tinte. Kross frittierte Sardellen. Pimientos do padron. Papa arrugadas (Die Rezepte folgen, wenn ich mal wieder Zeit für ausgiebiges Kochen habe). All das hat mich wieder mit Spanien versöhnt. Paella aber habe ich seitdem nie mehr gegessen.

Restauranttipp
Zum Glück ist es nicht schwer, gute spanische Restaurants in Berlin zu finden, zumindest wenn es um Tapas geht. Deshalb hier einfach mal zwei Restaurants, bei denen ich in jüngster Zeit positive Erfahrungen gesammelt habe – das ist einmal das „Picoteo“ in Kreuzberg und zum anderen das „Las Olas“ direkt am Alexanderplatz.

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