Wildkräuter – Wiesen-Bärenklau

640px-Illustration_Heracleum_sphondylium0Meine liebe Arbeitskollegin Sabine hat mittlerweile ihre Fortbildung zur Kräuterpädagogin abgeschlossen und organisiert regelmäßig Wildkräuter-Wanderungen. Es ist wirklich erstaunlich, was alles auf unseren Wiesen wächst und sich für die Küche eignet. Für mich die größte Überraschung war der Wiesen-Bärenklau – eine Pflanze, ich aus meiner Jugend vor allem als Hasenfutter kenne. Passenderweise ist der bayerische Name daher auch „Hasenscharf“. Der Wiesen-Bärenklau sieht ein wenig aus wie Rhabarber, also ein dicker Stengel und recht große Blätter.
Auf der Kräuterwanderung gab es die Stiele des Bärenklaus als Suppeneinlage. Sie sind knackig und haben ein schönes Aroma. Was mich aber so richtig aus den Socken gehauen hat, war ein Experiment, das Sabine vor kurzem mit den Samen des Bärenklaus machte.

Sie trocknet die Samen und mahlt sie anschließend mittelfein. Schon der Geruch der Samen ist ganz besonders, der Geschmack aber wirklich unvergleichlich – es ist eines der seltenen Erlebnisse, nach denen sich Gourmets sehnen: Ein völlig neues, unbekanntes Geschmacksempfinden. Es ist wirklich schwer zu beschreiben; der Geruch ist etwas zitrusartig, aber mit einer süßlich-erdigen Note und der Geschmack ist sehr intensiv, etwas bitter und mit dem unvergleichlichen Aroma des Wiesen-Bärenklaus ausgestattet.

Ich experimentiere gerade, wozu dieses Gewürz passt – als richtig tolle Kombination hat sich schon einmal ein ganz einfaches Tomatenbrot herausgestellt, über das großzügig vom Wiesen-Bärenklau gestreut wird. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass sich Eintöpfe oder Nudelgerichte sehr gut damit verfeinern lassen. Wenn ich weitere gute Kombinationen finde, werde ich sie an dieser Stelle ergänzen.
Wer sich für die Kräuterwanderungen von Sabine interessiert, findet hier weitere Infos:
www.stadtlandpflanzen.de

Ein Gedanke zu “Wildkräuter – Wiesen-Bärenklau

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